Chronik des Vereins

Die Chor- und Musikgemeinschaft war ursprünglich als Gesangsverein „Gemütlichkeit“ am 26. März 1911 gegründet worden. Als 1. Vorsitzender wurde Herr Anton Negele bestellt. Herr Blasius Negele hat freiwillig den Verein unentgeltlich im Gesang zu unterrichten. Die Aufnahmegebühr in den Verein wurde auf eine Mark festgesetzt.

Am 9. April 1911 erfolgte die Niederschrift der 28 Paragraphen umfassenden Statuten. Bereits 1912 hatte die „Gemütlichkeit“ 28 aktive Mitglieder. Vier Jahre ruhten die Vereinstätigkeiten, erst am 6. Jan. 1919 wurde eine Generalversammlung im Gasthaus Riebler abgehalten.
Aus dem „abscheulichen Krieg“ , wie Schriftführer Lebherz in Protokollbuch schrieb kehrten 7 Chormitglieder nicht mehr zurück. An diesem 6. Jan. 1919 wurde Herr Anton Negele wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Am 25. Januar 1920 wurde bei der Generalversammlung festgestellt, dass der Verein 52 aktive Mitglieder hat.

Die Probendauer wurde auf 1 ½ Std. begrenzt und gefordert nicht nebenbei Schafkopf zu spielen.

Auf Grund der politischen Verhältnisse wurde die Tätigkeit des Vereins im Juli 1938 bis auf weiteres eingestellt, jedoch nicht aufgelöst, um dem späteren Nachwuchs die Weiterführung des Vereins zu ermöglichen.
Der Neuanfang des Chorwesens in Biberachzell geht nach dem Ende des 2. Weltkrieges behutsamer, aber auch überraschender vor sich als anderswo. Denn es gab vom 1. Juli 1949 bis 29. April 1950 den „Liederkranz“ Biberachzell, der ab 29. April 1950 wieder in Gesangverein „Gemütlichkeit“ Biberachzell gegründet 1911, umbenannt wurde.

23 sangesfreudige junge Männer fanden sich am 1. Juli 1949 in der Schule in Biberachzell ein, um mit Anton Hamm und Lehrer Josef Hopp die Neugründung des Gesangvereins anzustreben.Die offizielle Gründungsfeier wurde auf den 9. Okt. 1949 terminiert. Interessant ist, dass laut eines Protokolls von 5. Mai 1950 bereits ein Damenchor anlässlich einer Muttertagsfeier auftrat.

foto 40 jahre gemtlichkeit 1951 klein Am 10. Juni 1951 wurde das 40jährige Gründungsfest mit einem umfangreichen Programm den Bürgern von Biberachzell geboten. Die Stadtkapelle Weißenhorn spielt auf zum Festkonzert und zum Festtanz auf der Freibühne.
Die folgenden Jahre sind geprägt von verschiedenen Operettenaufführungen. Im August 1955 konnte der zugezogene Lehrer Herr Franz Xaver Stötter als Dirigent gewonnen werden. Herr Franz Xaver Stötter blieb als Dirigent bis zum 27. September 1974 tätig.
13. - 14. Juli 1957 an diesen beiden Tagen wird die Fahnenweihe mit einem Festabend im Festzelt und am drauffolgenden Sonntag mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Patenverein ist der MGV Wallenhausen.

Am 1. Oktober 1970 wird Biberachzell ein Stadtteil der Stadt Weißenhorn, die offizielle Eingemeindungsfeier fand jedoch erst am 11. Juli 1971 auf dem südlichen Bäckerberg statt. Der Chor der „Gemütlichkeit“ und die Stadkapelle Weißenhorn bestritten ein unterhaltsames Programm.

Die Jahre 1973 und 1974 werden für die neueste Geschichte der „Gemülichkeit“ Biberachzell von besonderer Bedeutung. Ab 2. Nov. 1973 übernimmt Hermann Graf die Vereinsführung. Nach 19jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand wollte Andreas Bertele einem jüngeren Sänger Platz machen. Am 15. Febr. 1974 erhielt die Chorgemeinschaft eine neue Satzung.

Am 22. Mai 1974 wurde der Frauenchor der Chorgemeinschaft gegründet und dazu als Dirigentin Frau Marilis Kreuzer gewonnen. 39 Frauen und Mädchen waren der Einladung gefolgt und nahmen in den nächsten Wochen die Gesangstunden auf. Am 27. Sept. 1974 musste der Chorleiter Franz Xaver Stötter aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit aufgeben. Da kam die spontane Bereitschaft von Frau Kreuzer, nicht nur den Frauenchor zu übernehmen, sondern auch den Männerchor ab dem 27. Sept. 1974 zu schulen und zu dirigieren. Beim Gruppensingen am 26. April 1975 in Grafertshofen konnte Biberachzell mit drei Chören aufwarten, dem Männerchor, dem gemischten Chor und erstmals mit dem Frauenchor.

Die Theateraufführung „D`Hofmusikanten“ durch die Laienspielschar der Chorgemeinschaft mussten im November 1977 wegen dem großen Zuspruch mehrmals aufgeführt werden.

Musik altDie Blasmusik wurde in Biberachzell schon seit vielen Jahren gepflegt. Bis zu den Wirren des 2. Weltkriegs gab es in Biberachzell eine Blasmusik-Kapelle, mehrere Dokumente und Bilder zeugen davon. Es liegt uns eine Komposition von Wilhelm Haas aus dem Jahre 1863 vor. Da der Weltkrieg auch unter den Mitgliedern der Musikkapelle seinen Tribut forderte und leider nicht mehr alle Musiker aus dem Krieg zurückkamen, hat sich die Kapelle auch wegen finanzieller Probleme aufgelöst. Es fehlten unter anderem die Mittel für einen neuen Bass der bei einem Brand nach einem Bombenangriff mit zerstört wurde. Musikbegeisterte aus Biberachzell haben sich nach der Auflösung den benachbarten Musikkapellen angeschlossen.

Gruendungsfeier 6Dezember1981Im Jahre 1981 wurde von der Vorstandschaft die Neugründung einer Jugendblaskapelle vorgeschlagen und auch in die Wirklichkeit umgesetzt. Nach 2 Wochen hatten sich 30 Kinder gemeldet. Am Sonntag den 6. Dez. 1981 wurde im Riebler-Saal die Gründungsfeier der Jugendkapelle abgehalten. Die Schüler und jugendlichen Musiker erhielten vom Nikolaus die blitzblanken neuen Instrumente, die Jugend-Kapelle war aus der Taufe gehoben.

 

1982 zählt die Chorgemeinschaft bereits 200 Mitglieder. Bei der Jahreshauptversammlung am 18. Febr. 1983 konnte der Jugendleiter Theo Briegel den Stand von 41 Jungmusikern bekanntgeben.

 Mit großer Feierlichkeit wurde das 75jährige bestehen der Chorgemeinschaft vom 23. bis 25. Mai 1986 begangen. Beginnend mit dem Festabend im Festzelt mit Chören der Chorgemeinschaft und Musik von der Jugendkapelle wurde am Samstag ein buntes Abendprogramm geboten. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst im Festzelt. Nachmittags wurde mit einem Festumzug durch Biberachzell begonnen und mit einem großen Sängertreffen mit vielen Chören aus nah und fern weitergefeiert. Den Festausklang gestalteten die „Bibertaler Musikanten“ und die Trachtenkapelle Schießen.

Verschiedene Chorleiter standen nach dem Wegzug von Fam. Kreuzer im Jahre 1986 am Dirigentenpult bis am 19.Febr. 1999 unser jetziger Chorleiter Herr Roland Horst die musikalische Leitung der Chorgemeinschaft übernahm.
Auch der langjährige Vorsitzende Herr Hermann Graf legte als 1. Vorsitzender, nach 26 Jahren hervorragender Arbeit, sein Amt in die Hände von Walter Kindermann, der bis heute als 1. Vorsitzender die Chorgemeinschaft vertritt. Stellvertreter sind für den Chor seit 1994 Herr Norbert Butzmann und für die Blaskapelle seit 2005 Herr Michael Graf.

Vom 6. - 8. Juli 2001 wurde mit einer großen Jubiläumsfeier und einem Bezirksmusikfest 90-Jahre Chor und 20 Jahre Musikkapelle in einem großen Festzelt und einem Festumzug durch Biberachzell gefeiert. Der Ablauf war ähnlich der 75-Jahrfeier von 1986 von Konzerten der Musikkapelle und der Chorgemeinschaft geprägt.

Der Kinderchor, der von Fr. Silvia Schiefele im Jahre 1996 gegründet wurde, ist nach dem gesundheitlich bedingtem ausscheiden von Frau Schiefele als Chorleiterin, 1999 von Fr. Johanna Negele und Walter Kindermann leitend, als Spatzenchor „Piepmatz“ übernommen worden und wirkt bei allen Konzerten und Festivitäten der Chorgemeinschaft mit.

Schon seit vielen Jahren wird von Mitgliedern der Chorgemeinschaft hier in Biberachzell Theater gespielt.
Die Theaterleitung liegt heute in den Händen von Frau Karin Binder, der Mitinhaberin vom Intrumentenstüble, die mit Herrn Hans Kast auch sehr um die Ausbildung der Jugendlichen für unsere Blaskapelle bemüht sind.

Die Chor- und Musikgemeinschaft besteht zur Zeit aus ca. 290  Mitgliedern.

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